Moderation: Bernd Eilert
Otto Waalkes hat sich wieder auf Entdeckungsreise begeben und erstaunt festgestellt: Wo er auch hinschaut, kommt sogleich »Kunst in Sicht«! Aus dem Stillen Ozean der schönen Künste, ragen immer neue Meisterwerke. Und noch etwas hat er entdeckt: Leider fehlt den allermeisten – wenn nicht allen – etwas Entbehrliches: der Ottifant.
Um diese Lücken zu schließen, legt der passionierte Parodist in diesem Buch eine Reihe frischer Ölgemälde, Acrylbilder, Aquarelle und Zeichnungen vor, die es kunsthistorisch einzuordnen gilt.
Im Zweifelsfall hat der Künstler seine großen Vorbilder, von denen die meisten leider schon vor längerer Zeit den Pinsel abgegeben haben, einfach selbst zur Rede gestellt. »Brave Künstler kopieren – das Genie klaut.« Das hat Pablo Picasso einmal gesagt.
Otto Waalkes dagegen klaut nicht – er parodiert, denn:
»Die Parodie ist für mich die aufrichtigste Form der Verehrung.« Otto Waalkes
»Dieses Buch kann zwar ein Museum nicht ersetzen, aber es gibt auch kein Museum, das dieses Buch ersetzen kann.« Bernd Eilert
»Otto Waalkes‘ Kunst lädt ein zum Lachen. Und feiert gleichzeitig die Größe der Kunst. Bravo!« Denis Scheck
Ticketpreise (unnummerierte und limitierte Plätze):
Für OKV-Mitglieder: 5.- €
Für Gäste: 10.- €
Tickets gibt es ausschließlich im Kartenvorverkauf im:
Oldenburger Kunstverein
Damm 2a
26135 Oldenburg
Öffnungszeiten: Di-Fr 11-16 Uhr (während des Umbaus)
E-Mail: info@oldenburger-kunstverein.de oder unter Tel. 0441 27109.
Spuren des Anderen – Psychoanalyse und Antisemitismus
Veranstaltung in Kooperation mit der Karl Jaspers-Gesellschaft
7 Euro / 5 Euro erm. (OKV & Karl Jaspers-Mitglieder) / 0 Euro Studierende
Drei zentrale Annahmen, die jahrzehntelang den Diskurs über Antisemitismusforschung geprägt haben, werden einem kritischem Blick unterzogen: der Autoritäre Charakter, die These der Schuldabwehr sowie der enge Zusammenhang von Autoritarismus, Antisemitismus und Faschismus. Aus psychoanalytischer Perspektive werden Vorschläge für eine andere Sichtweise formuliert. Wie lässt sich die Empfänglichkeit für Antisemitismus verstehen? Welche psychischen Funktionen erfüllt der Antisemitismus? Warum ist die Kritik am Antisemitismus so affektiv aufgeladen? Illustriert wird dies am Beispiel des Diskurses über die documenta fifteen. Der Vortrag versteht sich als Plädoyer für Differenzierung in einem aufgeheizten, polarisierenden Diskurs.
Ilka Quindeau, Prof. Dr., ist Psychoanalytikerin, Lehranalytikerin (DPV/IPA) und arbeitet seit 2020 als Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Von 2018 bis 2020 war sie Präsidentin der International Psychoanalytic University in Berlin. Sie ist zudem Professorin für Klinische Psychologie und Psychoanalyse an der Frankfurt University of Applied Sciences. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Feldern der Geschlechter-, Biographie- und Traumaforschung sowie des Antisemitismus und der Erinnerungspolitik.
Aktuelle Forschungen zu Verschwörungserzählungen und Antisemitismus in den Sozialen Medien und Entwicklung von professionellen, auf psychotherapeutisches Wissen gestützte Interventionen für Journalisten in diesem Bereich
Neueste Veröffentlichung: Antisemitismus und Psychoanalyse, Berlin: Suhrkamp 2025.
Jenseits der Avantgarden — Eduard Beaucamp und die Kunstkritik
Ein Jubiläumsabend
Veranstaltung in Kooperation mit der Karl Jaspers-Gesellschaft
7 Euro / 5 Euro erm. (OKV & Karl Jaspers-Mitglieder)
Über Jahrzehnte hat Eduard Beaucamp als Kunstkritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in brillanter Klarheit zuallererst nach Sinn und Qualität der zeitgenössischen Kunst gefragt. Deren Ideen, Inhalte, Ziele und Haltungen und Defizite legten seine Essays mit polemischer Verve frei. Als Kritiker verweigerte sich Beaucamp vielfach den Erwartungen der Künstler und Künstlerinnen, der Galerien und Museen und forderte auch das Publikum zu unzeitgemäßen Sehweisen heraus. Die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts ist, wie die jüngste Zusammenstellung zentraler Texte und biographischer Gespräche zeigt, nicht mehr nur als Apotheose der Avantgarden zu verstehen. Vielmehr erscheint sie auch mit Beaucamps Augen im Lichte ihrer ideologischen und gesellschaftlichen Kontexte, im Osten wie im Westen.
Zum 85. Geburtstag wird der Band „Jenseits der Avantgarden“ in einem Podiumsgespräch mit dem Autor und seinem Herausgeber Michael Knoche, dem ehemaligen Direktor der Weimarer Anna Amalia-Bibliothek, vorgestellt, begleitet von Lektüreeindrücken, die der Leipziger Kunsthistoriker Richard Hüttel als Beaucamp-Leser zur Diskussion stellt.
Zuvor legt der Frankfurter Soziologe Tilman Allert eine Skizze der intellektuellen Biographie vor. In der Pause ist Gelegenheit, mit dem Jubilar bei einem Sektempfang anzustoßen. Gertrude Wagenfeld-Pleister eröffnet für den Oldenburger Kunstverein den Abend und Matthias Bormuth führt als Vorsitzender der Karl Jaspers-Gesellschaft durch die Diskussion.
![]() | ![]() | ![]() |
Eduard Beaucamp, Foto F.A.Z. | Jenseits der Avantgarden – Eduard Beaucamp | Wallstein Verlag (wallstein-verlag.de) | Tilman Allert © Christian Engels |
Eduard Beaucamp (*1937) ist Kunstkritiker und Publizist. Nach dem Studium der Literaturgeschichte, Kunstgeschichte und Philosophie leitete er von 1966 bis zu seiner Pensionierung das Kunstressort im Feuilleton der FAZ. Veröffentlichungen u. a.: Werner Tübke: Mein Herz empfindet optisch. Aus den Tagebüchern, Skizzen und Notizen (Mithg., 2017); Im Spiegel der Geschichte. Die Leipziger Schule der Malerei (2017); Kunststücke. Ein Tanz mit dem Zeitgeist (2012); Der verstrickte Künstler (1998).
Tilman Allert (*1947) ist Professor für Soziologie und Sozialpsychologie an der Goethe-Universität in Frankfurt a. M. und lehrt als Gastdozent an den Universitäten von Tiflis und Eriwan sowie an der International Psychoanalytical Universitiy in Berlin. Zuletzt erschien von ihm „Der Mund ist aufgegangen. Vom Geschmack der Kindheit“ (2016) sowie „Gruß aus der Küche: Soziologie der kleinen Dinge“ (2017).
Michael Knoche (*1951) hat Germanistik, Philosophie und Theologie studiert und eine Bibliothekarsausbildung absolviert. Er war Angestellter bei wissenschaftlichen Verlagen und von 1991 bis 2016 Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Veröffentlichungen u. a.: Die Idee der Bibliothek und ihre Zukunft (2017); Die Bibliothek brennt (2013); Die europäische République des lettres in der Zeit der Weimarer Klassik (2007).
Richard Hüttel (*1949) war nach dem Studium der Kunstgeschichte, christlichen Archäologie und Germanistik bis 2003 Kustos der Graphischen Sammlung der Universität Trier und von 2003 – 2011 stellvertretender Direktor des Museums der bildenden Künste Leipzig. Seit seinem Ruhestand 2011 ist er Gastkurator in verschiedenen deutschen Museen.
……………………………………
Es wird um Anmeldung gebeten unter der Tel.: 0441 / 27109 oder per Email an: info@oldenburger-kunstverein.de
Die Plätze bleiben unnummeriert.
Bitte beachten Sie die geltenden Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen.
Mit den Ohren denken. Philosophie vorgelesenum 20 Uhr
Veranstaltungsort: Karl Jaspers Haus, Unter den Eichen 22 in Oldenburg.
Mit Elfi Hoppe (Lesung), Wolgang Schopf (Erläuterungen) und Prof. Matthias Bormuth (Moderation).
Die nächste Veranstaltung aus der Reihe „Mit den Ohren denken. Philosophie vorgelesen“ findet am Donnerstag, den 20.11.2014, um 20 Uhr, diese Mal im Karl Jaspers Haus, Unter den Eichen 22, in Oldenburg statt und gilt dem deutschen Philosophen, Publizisten, Romanautoren und Soziologen Siegfried Kracauer. Gegenstand der Lesung werden unter anderem Texte wie „Georg“ und „Ginster“, sowie die Essaysammlung „Ornament der Masse“ sein.
Siegfried Kracauer, dem Grenzgänger zwischen Literatur und Sozialtheorie, der von so unterschiedlichen Geistern wie Walter Benjamin, T.W. Adorno, Thomas Mann, Carl von Ossietzky oder Kurt Tucholsky geschätzt wurde, wird Zeitlosigkeit nachgesagt. Tatsächlich wirken sein für das Feuilleton verfassten Essays und Reportagen, als wären sie heute geschrieben. Davon vermittelt der Leseabend, der die Karl-Jaspers-Gesellschaft in Kooperation mit den Oldenburger Kunstverein durchführt, einen lebendigen Eindruck.
Die von der Kammerschauspielerin Elfi Hoppe vorgetragenen Texte, etwa über den Flaneur, die Trambahn, die Angestellten, die Ausschnitte aus den Romanen Ginster und Georg werden von Wolfgang Schopf kommentiert, der u.a. den Briefwechsel Adorno/Kracauer herausgegeben und das Archiv der Peter Suhrkamp-Stiftung an der Goethe-Universität in Frankfurt aufgebaut hat.
Donnerstag, den 20.11.2014, um 20 Uhr
Veranstaltungsort: Karl Jaspers Haus, Unter den Eichen 22 in Oldenburg