Stefan Pfeiffer

Nervous Gender

Eröffnung der Ausstellung am Freitag, dem 19. Mai 2017, um 19.30 Uhr
Begrüßung: Gertrude Wagenfeld-Pleister, Vorsitzende des Kunstvereins
Einführung: Dr. Marcus Andrew Hurttig, Kurator Graphische Sammlung, Museum der bildenden Künste Leipzig

Eine zentrale Werkgruppe innerhalb der Ausstellung „Nervous Gender“ von Stefan Pfeiffer bildet eine Serie von Gemälden mit dem Titel „No added sugars“. Der industriell gefertigte Farbton »Hautfarbe« überzieht in fast monochromen Flächen die Leinwand. In den Gemälden schimmern violette Farbtöne wie Schatten oder Hämatome durch die Oberfläche und treten in rhythmischen Gruppen bis hin zu psychedelisch anmutenden Schlieren auf. Der Berliner Künstler greift mit seinen Bildern einen Gegenstand auf, der auf eine lange Tradition in der Kunstgeschichte zurückblickt. Im Bewusstsein der Geschichtlichkeit seines Gegenstands verhandelt Stefan Pfeiffer auf oftmals ironische Weise nicht nur inhaltliche Fragen von Abstraktion und Figuration, sondern auch die Bedingungen und Möglichkeiten von Malerei. Er kombiniert Gemälde mit Skulpturen aus zweckentfremdeten Sitzgelegenheiten, erweitert oder beschränkt diese durch das Hinzufügen von diversen Materialien und verknüpft so kulturelle wie kunstgeschichtliche Chiffren. Die Gegenstände sind ihrer herkömmlichen und mit individuellen Projektionen verbundenen Funktion enthoben und negieren diese hinsichtlich ihrer ironischen Kommentare an sich selbst. Stefan Pfeiffer, geboren 1981 in Schwedt, hat von 2005 bis 2011 an der Universität der Künste in Berlin studiert. Er ist Meisterschüler von Thomas Zipp.

Abbildung 1: Stefan Pfeiffer, Pure Freude, 2017, Courtesy Galerie Kai Erdmann Hamburg
Abbildung 2: Stefan Pfeiffer, Studioview, 2017, Steffan Pfeiffer Atelier Berlin
Abbildung 3: Stefan Pfeiffer, Nervous Gender, 2017, Courtesy Galerie Kai Erdmann Hamburg

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