Candida Höfer Kuehn Malvezzi

Candida Höfer gehört zu den international anerkanntesten deutschen Fotografen. Sie studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, zunächst Film bei Ole John, dann Fotografie bei Bernd Becher und zählt zu der Gruppe von Becher-Schülern, die zur internationalen fotografischen Avantgarde der Gegenwart gehören.
Bekannt wurde sie mit den Fotografien von Innenräumen, mit denen sie schon in den 1980ern begann. Sie schuf umfangreiche Serien zu öffentlichen und halböffentlichen Räumen wie Hörsälen, Konzert- und Sporthallen, Cafés, Museen, Geschäften oder Bibliotheken; aber auch zu begrenzten Außenräumen wie Zoologische Gärten. Bezeichnend für die Aufnahmen ist die Abwesenheit der Benutzer. Die von Höfer dokumentierten Räume erhalten in ihren Farbfotografien eine ganz eigene Präsenz, die über die funktionale Bedeutung der Räume hinausgeht. Ulf Erdmann Ziegler bescheinigte Candida Höfers Innenräumen in der Frankfurter Rundschau einen Eindruck von „Zeitlosigkeit und Unverrückbarkeit“.
Ihre Arbeiten wurden in Museen wie der Kunsthalle Basel, der Kunsthalle Bern, dem Portikus in Frankfurt am Main und der Hamburger Kunsthalle gezeigt. Sie war an Gruppenausstellungen im Museum of Modern Art New York, in der Power Plant Toronto, im Kunsthaus Bregenz und im Museum Ludwig Köln beteiligt.

Candida Höfer nahm im Jahre 2002 an der documenta 11 in Kassel teil und vertrat neben Martin Kippenberger Deutschland auf der 50. Biennale in Venedig 2003. Candida Höfer lebt und arbeitet in Köln.

Das Büro Kuehn Malvezzi wurde 2001 von den Partnern Wilfried Kuehn, Simona Malvezzi und Johannes Kuehn gegründet.
Bekannt geworden ist es mit dem Umbau der Binding Brauerei in Kassel für die documenta 11 (2002) und der Erweiterung des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin für die Friedrich Christian Flick Collection (2004). Das Architekturbüro ist spezialisiert auf die Gebiete museale Gestaltung und Ausstellungsdesign und entwickelte außerdem zahlreiche Privathäuser und öffentliche Bauten.
Neben dem Umbau des barocken Unteren Belvedere in Wien zu einem Ausstellungsort für moderne Kunst realisierten sie die Julia Stoschek Collection in Düsseldorf, die Erweiterung des Museum Berggruen in Berlin, sowie den Neuauftritt verschiedener historischer Sammlungen, darunter das Liebighaus Frankfurt, das Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig, die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und das Kunstgewerbemuseum Berlin.
Ihre Arbeit wurde international in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter im Deutschen Pavillon der 10. Architektur-Biennale in Venedig 2006.
Prof. Wilfried Kuehn lehrt seit 2006 Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.

1999 stellte der Oldenburger Kunstverein bereits Candida Höfer aus.
2007 hat das Büro Kuehn Malvezzi den traditionsreichen Oldenburger Kunstverein saniert und die technisch überfällige Instandsetzung des 60er Jahre Gebäudes zum Anlass genommen, das Raumkonzept den heutigen Erfordernissen an ein state-of-the-art Ausstellungshaus auf eine gleichzeitig subtile wie präsente Art und Weise anzupassen.
Es ist also ein genialer Streich, die neue Ausstellung von der Zusammenarbeit zwischen Höfer und Kuehn Malvezzi handeln zu lassen. Die Fotografin hat in den letzten fünf Jahren die Arbeit der Architekten dokumentiert, die jetzt in der Oldenburger Ausstellung zusammengefasst wird.