Berta Fischer

Farbige Acrylgläser und schimmernde Kunststofffolien sind die zentralen Materialien von Berta Fischer, aus denen sie transparente Skulpturen schafft. Dem Ausgangsmaterial liegt die Assoziation zugrunde, dass die Künstlerin Farbe selbst in eine dreidimensionale Form bringt. Berta Fischer installiert ihre Arbeiten stets auf die jeweilige Architektur bezogen. Nach der Dekonstruktion der planen Fläche verdichtet Berta Fischer die gewonnenen malerischen Elemente in der dritten Dimension. In ihren Skulpturen bündeln die Schnittkanten das einfallende Licht und erzeugen leuchtende Linien. Die Farbe wird entmaterialisiert. Ein Lichtwechsel oder eine kleine Luftbewegung bringen die komplizierten Raumkörper in Schwingung. Mit ungefärbten Acrylgläsern und Folien, „einem Material ohne Materie“, wie Berta Fischer sagt, produziert sie auf ein Minimum reduzierte Skulpturen, mit dem ein Maximum an Raum und Form beschrieben werden kann.
Berta Fischer (*1973 in Düsseldorf) hat in Karlsruhe und New York studiert. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Einführung: Dr. Katja Blomberg, Leiterin Haus am Waldsee, Berlin