Utopie der Erkenntnis

Ein philosophisches Gespräch aus Anlass der Veröffentlichung von Theodor W. Adornos Negativer Dialektik vor 60 Jahren

Eine Veranstaltung des Oldenburger Kunstvereins, der Karl Jaspers Gesellschaft und des Instituts für Philosophie der Carl von Ossietzky Universität

Dienstag, 03.11.2026, 19:30 Uhr
Informationen zum Preis folgen in Kürze

Es wird um Anmeldung gebeten unter der Tel.: 0441 / 27109 oder per Email an: info@oldenburger-kunstverein.de
Die Plätze sind limitiert und unnummeriert.

Das besondere Jubiläumsdatum von Adornos Hauptwerk ist der Anlass, auf die Entstehung und Wirkung dieses Buches zurück zu blicken. Dies geschieht in zwei Vorträgen und einem Gespräch. Es wird erörtert, wie Adorno seine Philosophie als prozesshaftes Denken in Modellen entfaltet hat.

Dr. Frank Müller (Berlin, Centre Marc Bloch) spricht über „Die Geburt der Negativen Dialektik“. Adornos Vorträge am Pariser Collège de France von 1961. Wie Adorno in einer Notiz am Ende des Buches anmerkt, bilden drei Vorträge, die er 1961 am Collège de France auf Französisch gehalten hat, den „Kern“ seiner Vorarbeiten. Bei der Veranstaltung werden die Entstehung dieser drei Vorträge und ihr historischer Kontext vorgestellt. Durch eine Kooperation mit dem Theodor W. Adorno Archiv können unveröffentlichte Ausschnitte aus dem dritten Vortrag mit dem Titel „Vers une dialectique négative“ gezeigt und der bekannten Fassung der Negativen Dialektik gegenübergestellt werden.

Prof. Dr. Stefan Müller-Doohm (Oldenburg, Adorno-Forschungsstelle) spricht unter dem Titel „Prozess des Werdens“ über die Textgenese der Negativen Dialektik. Anhand von Adornos Hauptwerk wird die kompositorische Vorgehensweise seiner Philosophie gezeigt, die sich in variierenden schriftlichen Textfassungen des Generalthemas niederschlägt. Darin manifestiert sich Adornos Kritik am Standpunktdenken und an allem Abschlusshaften sowie seine Präferenz für das Uneinheitliche und Fragmentarische im philosophischen Denken.