Mobilität und städtebaulicher Gewinn

Vortrag in Kooperation mit
bau_werk e.V. ‒ Oldenburger Forum für Baukultur

Dienstag, 27. August 2024, 19 Uhr
ORT: Oldenburger Kunstverein (Damm 2a)

Eintritt: frei

Chancen einer verbindenden Transformation des öffentlichen Raums zwischen Schloss und Museen im Zuge des Mobilitätskonzepts, u.a. mit Vertretern der Stadt und der Initiativgruppe zur Wiederherstellung des „Palaisgartens“ am Prinzenpalais.

im Rahmen der Reihe:

TRANSFORMATION DER STADT

Idee / Kontroverse / Verständigung

Eine Initiativgruppe der AG Baudenkmalpflege der Oldenburgischen Landschaft hat die Idee aufgegriffen, den neben dem Prinzenpalais ehemals dort gelegenen „Palaisgarten“ wiederentstehen zu lassen. Dazu schreibt die Initiative u.a.:

Der vorgeschlagene Rückbau der jetzigen Parkplatzfläche zugunsten vermehrter Grünflächen und die Restaurierung und öffentliche Neunutzung des Marstalls würden zu erheblichen städtebaulichen, funktionalen Verbesserungen und Gewinnen führen.

  • Die große optische und städtebauliche Lücke zwischen dem Prinzenpalais und der historischen Gebäudegruppe an der Huntestraße würden durch Großgrün und eine Mauer mit Pergola geschlossen.
  • Der Marstall als Baudenkmal nach dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz würde vor dem sichtbaren Verfall gerettet und sinnvoll neu genutzt. 
  • Besucher der Innenstadt erhielten einen neuen, einladenden Ort zum Verweilen.
  • Das Prinzenpalais als öffentliche Bildungseinrichtung würde durch die Schaffung eines Kulturhauses und Cafés im ehemaligen Marstall für Musik-, Vortrags- und Theaterveranstaltungen eine deutliche Attraktivitätssteigerung erfahren.
  • Die Neunutzung des ehemaligen Marstalles als Kultur- und Freizeitstätte wäre ein weiteres attraktives Ziel und würde die trennende Wirkung des befahrenen Stadtrings vermindern. Sie wäre ein guter Baustein, um den Bereich des südöstlichen Rings wieder für Fußgänger und Radfahrer zurückzugewinnen. 

Vertreter der Palaisgarten-Initiative werden in der Veranstaltung die bisherigen Überlegungen und Konzeptansätze vorstellen. Betrachtungen der Gesamtsituation ergeben aber, dass der Erfolg der Maßnahme durch den zwischen Schloss und Museen verlaufenden, an dieser Stelle vierspurigen Innenstadtring entscheidend in Frage gestellt ist. Dieser stellt eine nur schwer zu überwindende Barriere dar und verhindert eine gemeinsame Raumwahrnehmung des gesamten historischen Kulturbereichs.

Von bau_werk wurde deshalb der Leiter des Planungsamtes, Herr Markus Löwer, gebeten, die aktuellen städtebaulichen und verkehrlichen Planungen der Stadt bzgl. der Neugestaltung der Kreuzungssituation südlich des Schlosses zu erläutern. Im Zuge des in der Diskussion befindlichen Mobilitätskonzepts und den evtl. auch dort beabsichtigten Fahrbahnreduzierungen ergeben sich möglicherweise neue Chancen, die erheblichen Trennwirkungen durch die querlaufenden Fahrverkehrsstraßen zu vermindern.

Gelänge dies, wäre es ein hervorragendes Beispiel für die allgemein aufzustellende Forderung, dass Mobilitätsplanungen mit deutlichen städtebaulichen Gewinnen verknüpft sein müssen, – auch um die Akzeptanz dieser Transformationen zu erhöhen.

Oeins als Medienpartner nimmt die Veranstaltung auf. Damit haben Sie die Möglichkeit, auch nachträglich diese Veranstaltung nachzuverfolgen.